Welt-Aids-Tag
Seit bald 40 Jahren findet am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag statt. Er bekräftigt die Rechte von Menschen, die mit HIV leben, und ruft zu einem Miteinander ohne Vorurteile und Diskriminierung auf. Gleichzeitig erinnert er an die Menschen, die an den Folgen von Aids verstorben sind. Der Welt-Aids-Tag ist ein Moment der Solidarität, der Aufklärung – und ein Aufruf, gemeinsam gegen Unwissen und Ausgrenzung einzutreten.

Kampagne zum Welt-Aids-Tag 2026
40 Prozent der Menschen mit HIV in der Schweiz haben bereits Diskriminierung im Gesundheitswesen erlebt. Die Folge: Jede vierte Person verschweigt ihren HIV-Status gegenüber Fachpersonen im Gesundheitswesen. Zum Welt-Aids-Tag macht die Aids-Hilfe Schweiz mit der Kampagne AntiStigmatavir auf dieses Problem aufmerksam. Das sozioaktive Anti-Discriminatikum bekämpft Vorurteile, Unwissen und unbegründete Ängste rund um HIV und fördert einen diskriminierungsfreien Umgang im Gesundheitswesen. Im Rahmen der Kampagne erhalten Zahnarztpraxen in der ganzen Schweiz eine Packung Antistigmatavir zur Sensibilisierung.
Hinweis: Dieses Produkt enthält keine pharmakologisch wirksamen Substanzen.
Was ist Antistigmatavir und wofür wird es angewendet?
AntiStigmatavir ist indiziert bei Fachpersonen im Gesundheitswesen mit nachgewiesenen oder latenten Vorurteilen gegenüber Menschen mit HIV. Es bekämpft Unwissen, irrationale Schutzreflexe und diskriminierende Verhaltensweisen direkt an der Quelle.
Was sollten Sie vor der Verwendung beachten?
Menschen mit HIV, die antiretrovirale Medikamente einnehmen, haben nach ca. 6 Monaten eine so geringe Viruslast, dass HIV weder nachweisbar noch übertragbar ist. Die routinemässige Abfrage des HIV-Status in Anamnesebögen schützt also nicht. Sie erzeugt Scheinsicherheit, begünstigt Stigmatisierung und ist weder medizinisch erforderlich
noch datenschutzrechtlich verhältnismässig. Doppelhandschuhe, Randtermine und das plötzliche Verstummen im Behandlungszimmer sind keine Schutzmassnahmen. Sie sind Symptome. Behandelbar mit Antistigmatavir.
Wie wirkt Antistigmatavir?
Sehr häufige Wirkungen (können bei mehr als 1 von 10 Personen auftreten):
✓ Irrationale Ängste weichen belegten Fakten
✓ Unnötige Schutzmassnahmen und stigmatisierende Praxisabläufe fallen weg
✓ Besserer Kontakt zu Patient:innen, offenere Gespräche, mehr Vertrauen
Wie ist Antistigmatavir aufzubewahren?
Nicht im Medikamentenschrank. Antistigmatavir entfaltet seine volle Wirkung erst im Team – weitergegeben an Kolleg:innen, Lernende und Führungspersonen. Einzeldosen wirken. Teamdosen verändern Praxiskulturen.
Diskriminierungsmeldungen
Die Aids-Hilfe Schweiz ist die eidgenössische Meldestelle für Diskriminierungen und Persönlichkeitsverletzungen im Bereich HIV. Sie sammelt die ihr gemeldeten Fälle und leitet sie jährlich an die Eidgenössische Kommission für Fragen zu sexuell übertragbaren Infektionen (EKSI) weiter. Diese Sammlung ermöglicht es, Ungleichheiten aufzudecken, zu analysieren und geeignete Antidiskriminierungsmassnahmen zu entwickeln.
Daten zu HIV und Aids
Die epidemiologischen Daten zu HIV und Aids in der Schweiz und der Welt zeigen ein differenziertes Bild: Während in westlichen Ländern bestimmte Gruppen besonders betroffen sind, sind es in vielen anderen Ländern die gesamte Bevölkerung. In vielen Weltregionen nehmen die Neuinfektionen ab. Doch gerade in westlichen Ländern wird zu wenig investiert, um die Ziele 2030 zu erreichen.