Diskriminierungsmeldungen
Die Aids-Hilfe Schweiz ist die eidgenössische Meldestelle für Diskriminierungen und Persönlichkeitsverletzungen im Bereich HIV. Sie sammelt die ihr gemeldeten Fälle und leitet sie jährlich an die Eidgenössische Kommission für Fragen zu sexuell übertragbaren Infektionen (EKSI) weiter. Diese Sammlung ermöglicht es, Ungleichheiten aufzudecken, zu analysieren und geeignete Antidiskriminierungsmassnahmen zu entwickeln.
Die Aids-Hilfe Schweiz interveniert auch, sofern dies von der betroffenen Person gewünscht wird. Sie informiert über die Rechtslage und die Datenschutzbestimmungen und unterstützt Menschen mit HIV dabei, ihr Recht einzufordern.
Diskriminierungsfälle in der Schweiz 2025
Insgesamt wurden 102 Fälle gemeldet.
Im Jahr 2025 gemeldete Fälle von HIV-Diskriminierungen und -Datenschutzverletzungen.
Zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2025 wurden 102 Diskriminierungsfälle gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg von 12 % gegenüber dem Vorjahr.
Besonders gravierend ist, dass sich erneut ein erheblicher Teil der Vorfälle im Gesundheitswesen ereignet hat - ausgerechnet in jenem Bereich, in dem professionelle Unterstützung, Sicherheit und ein vertrauensvoller Umgang garantiert sein sollten.
Diese Entwicklungen zeigen deutlich, dass Diskriminierung gegenüber Menschen mit HIV kein Randphänomen ist, sondern weiterhin einen gesellschaftlichen Missstand darstellt.
Diskriminierungsbericht
Die Aids-Hilfe Schweiz ist die eidgenössische Meldestelle für Diskriminierungen und Datenschutzverletzungen gegenüber Menschen mit HIV.