APIS-Zentren
APIS stellt die Gesundheit von Sexarbeitenden ins Zentrum. APIS-Zentren arbeiten lebensweltorientiert, niederschwellig, akzeptierend, vertraulich und verlässlich. Die Beziehung zu den Klient:innen ist professionell und parteilich. Das Ziel: gesundheitliche Chancengerechtigkeit.
APIS-Zentren…
- … fördern die sexuelle Gesundheit, insbesondere durch die Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Gesundheit und zur Stärkung der individuellen Gesundheitskompetenz.
- … gewährleisten einen niederschwelligen Zugang zu Gesundheitsangeboten und ermöglichen die Vernetzung mit sowie die Vermittlung zu weiteren unterstützenden Leistungen. Sie stellen damit sicher, dass Klient:innen bedarfsgerecht Zugang zu medizinischer, rechtlicher und psychosozialer Versorgung erhalten.
- … setzen sich für den Abbau von Stigmatisierung ein und stärken Selbstbestimmung sowie Selbstverantwortung ihrer Klient:innen. Sie schaffen ein Umfeld, das von Respekt, Akzeptanz und Ermächtigung geprägt ist.
APIS-Minimalstandards
Die APIS-Minimalstandards definieren den Rahmen für qualitative und wirksame HIV/STI-Prävention im Bereich Sexarbeit. Ihr Zweck ist die fachliche Orientierung und kontinuierliche Weiterentwicklung der Leistungen.
- Sie definieren verbindlich die Arbeitsprinzipien, die eine professionelle, respektvolle und wirksame Präventionsarbeit ermöglichen.
- Sie legen fest, welche Dienstleistungen verpflichtend angeboten werden sollen und welche fakultativ ergänzt werden können – je nach regionalem Bedarf und Ressourcenlage der APIS-Zentren.
- Sie beschreiben die Grundsätze der Qualitätssicherung, die sicherstellen, dass die Angebote fachlich fundiert, diskriminierungsarm bedürfnisorientiert umgesetzt werden.
- Sie dienen der Sichtbarmachung der hochwertigen und professionellen aufsuchenden HIV/STI-Prävention. Sie ermöglichen es APIS-Zentren, ihre Qualität gegenüber Stakeholdern wie Geldgeber:innen, Behörden und politischen Entscheidungsträger:innen auszuweisen.
- Sie schaffen einen Rahmen für die langfristige Steuerung (Governance) der APIS-Arbeit und etablieren die Selbstevaluation als Instrument zur kontinuierlichen Überprüfung und Weiterentwicklung.
Hier geht’s zu den APIS-Minimalstandards. Auf ihrer Basis vergibt die Aids-Hilfe Schweiz das APIS-Qualitätslabel.
APIS-Zentren 2026-2029:
- Aids-Hilfe beider Basel: Basel
- Aids-Hilfe Graubünden: Graubünden
- Aspasie: Genf
- Grisélidis: Fribourg
- Verein Lisa: Luzern
- Lysistrada: Solothurn
- Maria Magdalena: St. Gallen
- Médecins du Monde / programme THAYS: Neuchâtel
- Seges: Aargau
- Perspektive Thurgau: Thurgau und Schaffhausen
- SexualitéS Santé Jura: Jura
- SIPE / Belladonna: Wallis
- Solidara / Isla Victoria: Zürich
- Xenia: Bern
- Zonaprotetta: Tessin