ensa.lgbt – Erste-Hilfe-Kurs für queere Menschen

Gerade die LGBTQIA-Community ist stark von psychischen Gesundheitsproblemen betroffen. Umso wichtiger ist, dass wir wissen, wie wir Erste Hilfe leisten können.

Was tun, wenn Sie merken, dass es jemandem mental nicht gut geht? Es ist wichtig, psychische Schwierigkeiten bei Mitmenschen zu erkennen und zu reagieren. Denn je länger man wartet, desto schlimmer werden Probleme.

Im ensa Kurs werden Sie zur Ersthelfer*innen. Sie lernen das Basiswissen über psychische Probleme, kennen die Schritte der Ersten Hilfe und können diese anwenden.

Der Kurs richtet sich an Aktivist:innen und Mitarbeiter:innen von Fach- und Beratungsstellen, die in Engagement oder Arbeit regelmässig mit queeren Personen zu tun haben. Er steht auch allen interessierten Personen aus der LGBTQIA-Community offen, die Wissen zur Ersten Hilfe aufbauen wollen.

ensa ist die Schweizer Version des australischen Programms Mental Health First Aid. Die Aids-Hilfe Schweiz führt 2022 erstmalig ensa Kurse mit dem Fokus auf die Erfahrungen und Bedürfnisse der queere Community durch.

Kursübersicht

Kurs 1073 FR / Lausanne / Beginn: 20.09.2022

Kosten

Die Kosten für den Kurs mit sieben Modulen betragen CHF 450.- und beinhalten auch das umfangreiche Handbuch mit weiterführenden Informationen.

Instruktor:innen

Anna Rosenwasser (sie) ist in einem Dorf neben Schaffhausen aufgewachsen, wo ihre Arbeit als Journalistin ihren Anfang nahm. Als sie checkte, dass sie das B in LGBTQ ist, fand Anna in der Milchjugend ein Zuhause und wurde später Geschäftsleiterin der Lesbenorganisation LOS. Heute gibt sie Workshops, hält Referate und schreibt Texte zu queeren und feministischen Anliegen. Am wichtigsten ist ihr dabei, dass wir nicht nur uns selbst Sorge tragen, sondern auch einander.

Susanne Vonarburg (sie) fühlt sich seit ihrer Jugend der LGBTQ-Community zugehörig, ist ausgebildete Heil-und Theaterpädagogin und entwickelt und leitet seit sieben Jahre Programme im Bereich Prävention psychische Gesundheit für junge Menschen. Sie ist seit 2019 als ensa Instruktorin und seit 2020 als ensa Trainerin tätig.

Josua Wälti (er) hat schon in der Jugend bemerkt, dass die heteronorm irgendwie nichts für ihn ist. Seit mehreren Jahren arbeitet er im Bereich der sexuellen Gesundheit für MSM und trans Personen, ist aktives Mitglied des Vereins Diversum, einem safer-space von und für People of Colour und Erwachsenenbildner im Bereich psychischer Gesundheit für jugendliche LGBT.

Sandra Marisa Tommasini (sie) ist ausgebildete Heil- und Sexualpädagogin. Vor zwölf Jahren wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit. Seither engagiert sie sich in den Bereichen sexuelle Bildung und Prävention und Früherkennung psychische Gesundheit. Seit 2019 ist sie als ensa Instruktorin und seit 2020 als ensa Trainerin tätig. Während ihrer Adoleszenz ist sie der LGBTQ-Community „beigetreten".

Abdurahman Mah (er) ist ein Psychologe mit einem ebenso vielfältigen wie multidisziplinären Hintergrund. Er möchte den eidgenössischen Titel eines systemisch orientierten Psychotherapeuten erwerben. Er ist Spezialist auf dem Gebiet der Förderung der psychischen Gesundheit und setzt sich für eine positive Vision der Vielfalt (affektive, sexuelle, geschlechtliche, kulturelle Vielfalt, Menschen mit Behinderungen) ein.