Sexgewerbe, Sexarbeit

Die Dienste von Sexarbeitenden werden in der Schweiz täglich unzählige Male in Anspruch genommen. Etliche Freier wollen ungeschützten Sex und sind auch bereit, mehr dafür zu bezahlen. Deshalb gilt: Unbedingt die Safer-Sex-Regeln einhalten!

©Soziale Einrichtungen und Betriebe/Nik Spoerr

Was muss ich beachten, wenn ich zu einer Sexarbeiterin / zu einem Sexarbeiter gehe?

Beachten Sie die Safer-Sex-Regeln und treffen Sie klare Abmachungen bezüglich Schutz: Benützen Sie bei jedem Sexkontakt unbedingt Präservative und/oder Dental Dams (Latextüchlein für Oralsex). Präservative schützen sehr gut vor HIV und bilden einen guten Schutz vor anderen Geschlechtskrankheiten. Trotz Safer Sex kann es aber zu einer Infektion mit Syphilis, Tripper, Chlamydien usw. kommen. Das ist keine Tragödie, denn die meisten Geschlechtskrankheiten (STI) lassen sich gut behandeln, wenn sie rechtzeitig erkannt werden.

Ich hatte mit einer Prostituierten ungeschützten Sex. Jetzt habe ich Angst, dass ich mich angesteckt habe. Was kann ich tun?

Falls es wirklich zu einer Risikosituation gekommen ist, kann die Infektion mit einer HIV-Notfallbehandlung, einer sogenannten PEP (Postexpositionsprophylaxe), verhindert werden. Allerdings muss mit der HIV-PEP innerhalb von 48 Stunden begonnen werden – je früher, desto besser. Rufen Sie eine HIV-PEP-Notfallnummer an, um herauszufinden, ob eine HIV-PEP in Ihrem Fall angebracht ist.

Ich hatte Analsex mit einem Stricher, dabei ist das Kondom gerissen. Was kann ich jetzt tun?

Analsex ohne Präservativ oder mit einer Kondompanne birgt das höchste Risiko, sich mit HIV oder einer Geschlechtskrankheit (STI) anzustecken. Es ist daher wichtig, dass Sie sich so schnell wie möglich bei einem Checkpoint in Ihrer Region oder auf einer HIV-PEP-Notfallstelle melden. Um eine HIV-Infektion zu verhindern, muss die PEP-Behandlung innerhalb von 48 Stunden begonnen werden – je früher, desto besser!

Individualisierte Empfehlungen zu Ihrer Sexualität gibt Ihnen der Safer-Sex-Check unter: lovelife.ch