Notfall: Was tun nach einer Risikosituation?

Hatten Sie ungeschützten vaginalen oder analen Geschlechtsverkehr mit einer Person, von der Sie nicht wissen, ob sie HIV-positiv oder unter einer wirksamen HIV-Behandlung ist?

Bei einem Notfall oder nach einer Risikosituation kann eine PEP (HIV-Postexpositionsprophylaxe) verschrieben werden. Wichtig ist, dass Sie so schnell wie möglich Ihr Risiko abklären und sich beraten lassen.

Was kann ich nach einer HIV-Risikosituation tun?

Klären Sie rasch Ihr persönliches Risiko ab:

Falls es zu einer Hochrisikosituation gekommen ist, suchen Sie so schnell wie möglich – nicht später als 48 Stunden danach – den nächsten Arzt oder die nächste Ärztin, die Infektiologie in einem Krankenhaus oder eine Notfallpraxis auf.

Was ist eine PEP?

Die PEP (Postexpositionsprophylaxe) ist eine vorbeugende Notfallbehandlung mit antiretroviralen Medikamenten. Sie senkt das Risiko einer allfälligen HIV-Übertragung. Eine PEP muss möglichst rasch, spätestens 48 Stunden nach der Risikosituation begonnen werden. Je früher die Behandlung startet, desto grösser ist die Wirksamkeit. Eine PEP ersetzt aber keinesfalls die Safer-Sex-Regeln!

Muss ich die PEP selbst bezahlen?

Wenn die PEP medizinisch angezeigt ist, werden die Kosten dafür von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen.

Ich bin im Ausland, ist eine PEP auch hier möglich?

Die PEP wird mittlerweile in vielen Ländern durchgeführt. Zögern Sie nicht: Wenden Sie sich umgehend an den nächsten Arzt, die nächste Ärztin oder ans nächste Krankenhaus!