Humane Papillomaviren (HPV)

Humane Papillomaviren (HPV) kommen häufig vor und infizieren die Haut oder die Schleimhaut. Es gibt viele verschiedene Typen von HPV, die unterschiedliche Krankheiten auslösen können. HPV-16 und -18 verursachen am häufigsten Krebs, HPV-6 und -11 Genitalwarzen.

Wie werden humane Papillomaviren übertragen?

HPV werden durch Vaginal-, Oral- und Analsex übertragen, aber auch über Hände, Sextoys oder andere Gegenstände, die von mehreren Personen im Genitalbereich in Gebrauch sind.

Was sind mögliche Symptome und Auswirkungen?

Der grösste Teil der HPV-Infektionen verläuft ohne Beschwerden, da der Körper diese selber bekämpfen kann.

Einige HPV-Typen können Hautveränderungen in Form von Warzen verursachen. Diese treten unter anderem im Innern der Vagina oder des Anus auf und sind manchmal nur bei einer gezielten ärztlichen Untersuchung zu erkennen. Sie erscheinen zum Teil jedoch auch als blumenkohlartige Wucherungen im äusseren Genital- und Analbereich.

Hochrisikotypen von HPV können Krebsvorstufen und Krebs auslösen, zum Beispiel am Gebärmutterhals, an der Vagina, an den Schamlippen, an Anus, Penis oder im Rachenbereich.

Wie wird auf HPV getestet?

Um Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu erkennen, wird Frauen empfohlen, sich im Rahmen der gynäkologischen Untersuchungen regelmässig auf Gewebeveränderungen testen zu lassen. Der dafür nötige Gebärmutterhalsabstrich (auch Pap-Test oder Krebsabstrich genannt) ist seit den 1970er-Jahren in der Schweiz etabliert. Er wird bei unauffälligem Befund alle drei Jahre empfohlen. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

Auch nach einer HPV-Impfung sollte der Pap-Test weiterhin regelmässig gemacht werden, da die Impfung zwar die wichtigsten, aber nicht alle krebsauslösenden HPV-Typen abdeckt.

Wie kann eine HPV-Infektion verhindert werden?

Es gibt eine Impfung gegen humane Papillomaviren. Sie schützt vor sieben der häufigsten krebsauslösenden Virentypen (HPV 16, 18, 31, 33, 45, 52, 58) und vor den Virentypen, die am häufigsten Genitalwarzen auslösen können (HPV 6 und 11). Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt die HPV-Impfung Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Der ideale Zeitpunkt ist mit 11 bis 14 Jahren, vor Beginn der sexuellen Aktivität. Aber noch bis zum Alter von 26 Jahren kann die Impfung sinnvoll sein. Für die 11- bis 26-Jährigen übernimmt die Krankenkasse die Kosten, wenn die Impfung im Rahmen eines kantonalen Programms stattfindet. Genauere Auskunft dazu erhält man bei der Ärztin oder dem Arzt.

Auf www.meineimpfungen.ch kann man selber einen elektronischen Impfausweis erstellen, der es erleichtert, den Impfschutz aktuell zu halten.

Wie werden humane Papillomaviren behandelt?

Eine HPV-Infektion kann nicht behandelt werden. Aber die Auswirkungen dieser Infektion – wie etwa Wucherungen im äusseren Genital- und Analbereich – können operativ entfernt werden. Gegen die durch HPV bedingte Krebsvorstufe oder tatsächliche Krebserkrankung gibt es keine Medikamente, die heilen könnten. Wenn die Veränderungen jedoch rechtzeitig entdeckt werden, können eine Laserbehandlung oder ein chirurgischer Eingriff zur Heilung führen.

Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG), lovelife.ch